Sportordnung

des Nordbadischen Fechterbundes e.V.

In der folgenden Sportordnung ist nur die männliche Sprachform aufgeführt. Dies geschieht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der besseren Lesbarkeit der Ordnung. Es wird ausdrücklich betont, dass der Zugang zu allen Ämtern Frauen und Männern in gleicher Weise offen steht.

Inhalt:
1. Zweck der Sportordnung
2. Der Sportausschuss
3. Das Turnierwesen
4. Talentsichtung/Talentförderung

Friderike Oberkircher / Jürgen Poerschke, April 2008

1. Zweck der Sportordnung

Die Sportordnung des NFB regelt den Sportverkehr innerhalb unseres Landesverbandes (Nordbaden). Sie ist bindend für sämtliche, dem NFB angeschlossenen Fechtabteilungen, sowie Fecht-Vereine und deren Mitglieder.
Die vom Deutschen Olympischen Sportbund erlassenen Bestimmungen zur Bekämpfung des Dopings sind zu achten. Für alle in dieser Sportordnung nicht enthaltenen Punkte, sind die FIE- Regeln und die Sportordnung des DFB maßgebend.

2. Der Sportausschuss
2.1 Mitglieder des Sportausschusses

Der Sportausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern:

a)  dem V orstandsmitglied "Sport", zugleich V orsitzender

b)  demVorstandsmitglied"Jugendsport",zugleichStellv.Vorsitzender

c)  dem V orstandsmitglied "Lehrwart"

d)  denBezirksfechtwarten"Rhein-Neckar-Kreis",„Neckar-Odenwald-Kreis“,„Karlsruhe-

Enz-Kreis“ und „Main-Tauber-Kreis“,

e)  dem Beauftragten für „A-Jugend, B-Jugend und Schüler“

f)  dem Fachwart für „Kampfrichterwesen“

g)  der Frauenbeauftragten

h)  demJugendleiter

Die Mitglieder des Sportausschusses werden vom Fechtertag auf 2 Jahre gewählt.

2.2 Aufgabe

Aufgabe des Sportausschusses ist es, den Vorstand in allen sportlichen Angelegenheiten zu beraten, sportliche Maßnahmen vorzuschlagen und sie nach Billigung durch den Vorstand durchzuführen, insbesondere Maßnahmen zur Förderung des Leistungssports, des Jugendsports und des Breitensports.

Bei der Aufstellung des sportlichen Haushaltes muss der Sportausschuss beratend mitwirken.

2.3 Beschlussfassung

Der Sportausschuss fasst seine Beschlüsse in Sitzungen, die mindestens einmal jährlich vom Vorsitzenden einberufen werden. In dringenden Fällen können Beschlüsse auch im schriftlichen oder durch sonstige Verfahren herbeigeführt werden. Sie sind nach Art und Inhalt zu dokumentieren.

Jede schriftliche, unter Bezeichnung der Beratungspunkte, einberufene Sitzung ist beschlussfähig. Der Sportausschuss fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; Stimmenthaltungen werden dabei nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
Beschlüsse des Sportausschusses bedürfen, um wirksam zu werden, der Bestätigung durch den

Vorstand.

Die entsprechenden Beschlüsse des Sportausschusses sind daher unverzüglich an den 1. Vorsitzenden weiterzuleiten. Bei der nächst stattfindenden Vorstandssitzung wird dann, auf der Grundlage des Protokolls der Sportausschuss Sitzung, über die Wirksamkeit der Beschlüsse befunden.

3. Das Turnierwesen

3.1 Altersklasseneinteilungen

Die Altersklassen entsprechen der Einteilung in der DFB-Sportordnung. Dementsprechend werden die Fechter in folgende Altersklassen eingeteilt: Schüler, B-Jugend, A-Jugend, Junioren, Aktive und Senioren.
Die für das jeweilige Wettkampfjahr geltende Zugehörigkeit eines Fechters zu den einzelnen Altersklassen, richtet sich nach dem Lebensjahr, das er in dem Kalenderjahr vollendet, in das der erste Teil des betreffenden Wettkampfjahres fällt.

Die Turnierreifeprüfung muss vom zuständigen Bezirksfechtwart, einem Landestrainer oder einer vom Bezirksfechtwart bestimmten Person abgenommen und vom Lehrwart oder Sportwart im Fechtpass bestätigt werden.

3.1.1 Schüler

Es gibt drei Schülerjahrgänge (9 bis 11 Jahre), die nach Jahrgängen getrennt fechten.

3.1.2. B-Jugend

Es gibt zwei B-Jugend-Jahrgänge (12 und 13 Jahre), die nach Jahrgängen getrennt fechten.

3.1.3 A-Jugend

Es gibt drei A-Jugend-Jahrgänge (14-16 Jahre), die bei Turnieren und Meisterschaften gemeinsam fechten.

3.1.4 Junioren

Es gibt drei Junioren-Jahrgänge (17 bis 19 Jahre), die bei Turnieren und Meisterschaften gemeinsam fechten.

3.1.5 Aktive

Alle Fechter, die 20 Jahre und älter sind.

3.1.6 Senioren

Alle Fechter, die 40 Jahre und älter sind. Fechter, die 30 bis 39 Jahre alt sind, können an den Nordbadischen Senioren-Meisterschaften in der sog. „Senioren-Sonderklasse“ teilnehmen.


3.2 Nordbadische Verbandslandesmeisterschaften

3.2.1 Einzel

Der NFB führt in allen Altersklassen jährlich Nordbadische Verbandslandesmeisterschaften im Einzel durch.

3.2.2 Mannschaft

Der NFB führt in den Altersklassen A-Jugend, Junioren, Aktive und Senioren jährlich Nordbadische Verbandslandesmeisterschaften in der Mannschaft durch.

3.3 NFB Ranglistenturniere

Im Ranglisten System des NFB, legt der NFB die Anzahl und Bestimmungen für die NFB Ranglistenturniere fest.
Die NFB Ranglisten sind in einigen Altersklassen Grundlage für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Des Weiteren dienen sie der Kaderberufung bzw. der Fördergruppenbenennung.

Sie werden zu Saisonanfang vom NFB Sportausschuss verbindlich festgelegt und den Vereinen zur Kenntnis gebracht.

3.4 Fechtpass

Alle Fechter, die an Turnieren teilnehmen, müssen im Besitz eines gültigen Fechtpasses, sowie der jährlich zu erwerbenden DFB-Fechtpass-Verlängerungsmarke sein. Im Jahr der Fechtprüfung muss diese Verlängerungsmarke nicht erworben werden (durch den Kauf des Fechtpasses abgegolten).

3.5 Gesundheitszeugnis

Alle Fechter, die ihr 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen bei jeder fechtsportlichen Veranstaltung ihr Gesundheitszeugnis vorlegen, das nicht älter als 365 Tage sein darf. Ohne Vorlage eines gültigen Gesundheitszeugnisses ist ein Turnierstart nicht möglich.

3.6 Meldungen

Alle Teilnehmermeldungen zu amtlichen Veranstaltungen müssen von den Vereinen (nicht von den einzelnen Teilnehmern) gemäß den Ausschreibungen schriftlich abgegeben werden. Meldungen für die Deutschen Meisterschaften erfolgt nur über den NFB (Geschäftsstelle).

Die Meldungen müssen folgende Angaben enthalten:
a) Vor- und Familienname der Teilnehmer, Jahrgang / Altersklasse b) Bezeichnung des Wettbewerbs, für den gemeldet wird
c) meldender Verein

3.7 Startgelder bei NFB-Turnieren

Die Startgebühren für NVLM und die NFB Ranglisten-Turniere sind im Ranglisten System des NFB festgelegt und müssen vor Turnierbeginn beim Ausrichter entrichtet werden.



3.8 Kampfrichterregelungen bei den NVLM und den NFB Ranglistenturnieren

Jeder Verein muss, pro zwei Startern, einen qualifizierten Kampfrichter stellen; ab fünf Startern muss jeder Verein zwei qualifizierte Kampfrichter stellen. Wenn an einem Turnier Tag mehrere Turniere stattfinden, dann gilt diese Regelung je Waffe und Turnier.

Sollte ein Verein keinen qualifizierten Kampfrichter stellen können, wird vom NFB bzw. vom ausrichtenden Verein ein Ausgleich von 50,00 Euro pro nicht gestellten Kampfrichter erhoben. Beim Mannschaftswettbewerb ist ein Pflichtkampfrichter zu stellen.

3.9 Teilnahme von Ausländern

Ausländer oder Staatenlose, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und mindestens seit sechs Monaten ordentliches Mitglied (Eintragung im Fechtpass) in einem Verein des NFB sind, können, wenn sie einen gültigen Sportpass des DFB haben, an Nordbadischen Landesmeisterschaften (Einzel und Mannschaft), sowie den Aufstiegskämpfen dazu, teilnehmen. Bei Nordbadischen Mannschaftsmeisterschaften kann höchstens ein Ausländer oder Staatenloser pro Mannschaft fechten. Die ausländischen oder staatenlosen Fechter dürfen sechs Monate vor den Landesmeisterschaften für keinen ausländischen Verein gefochten haben. Für deutsche Meisterschaften (Einzel und Mannschaft) gilt die Sportordnung des DFB. Für Fechter mit doppelter Staatsangehörigkeit gelten die Regelungen des DFB.

4. Talentsichtung/Talentförderung

Die Talentsichtung im NFB fällt in die Zuständigkeit des Sportausschusses.
Der NFB führt im Nachwuchsbereich Landesranglisten (Ranglistensystem des NFB) durch. Sie sind neben den Deutschen Ranglisten Grundlage der Talentsichtung und Förderung.

4.1 Landeskader

Über die zentralen Regelungen des DFB für den D/C-Kader, D4-Kader, D3-Kader, D2-Kader, D1- Kader hinaus, beruft der NFB für eine bessere Talentförderung den S-Kader, sowie Jugend Fördergruppen (JFG) und Schüler Fördergruppen (SFG)

4.1.1 S-Kader

Für den S-Kader kann der Nordbadische Fechterbund Fechterinnen und Fechter benennen, die nicht in den D3-/D4-Kader berufen wurden (Junioren/A-Jugend), aber in der vergangenen Saison dem Landeskader angehörten und folgende Kriterien erfüllen:

1. Punkt(e) in der Rangliste des DFB (Junioren oder A-Jugend).
2. Regelmäßige Teilnahme an den zentralen D-Kaderlehrgängen des NFB.
3. Der Landestrainer entscheidet über die Aufnahme in den S-Kader.
4. Stimmt der Landestrainer der Aufnahme nicht zu, entscheidet der Sportausschuss.


In besonderen Härtefällen (insbesondere bei Verletzungen, Krankheit oder Sozialfällen) kann ein Athlet, unabhängig von den obigen Voraussetzungen, auf Antrag und durch Beschluss des Sportausschusses, in den S-Kader aufgenommen werden.
Der S-Kader erhält keine optimierte Leistungsförderung. Die S-Kaderförderung beschränkt sich auf die Teilnahme an NFB-D-Kaderlehrgängen, inklusive Reisekosten.

4.1.2 Jugend-Fördergruppe

Altersbegrenzung: Kaderstärke:

Auswahlkriterium:

4.2.Talentförderung

ältester Schülerjahrgang bei der Berufung
Das erste Drittel der jeweiligen Waffen-Landesrangliste, jedoch maximal 12 pro Waffe.

die Rangfolge der Landesrangliste in der jeweiligen Waffe zum Berufungszeitpunkt (gleiche Kriterien, wie beim ehemaligen D1-Kader im Schülerbereich)

Zur Talentförderung im NFB werden in der Regel im LLZ Tauberbischofsheim Kader-Lehrgänge durchgeführt. Für die Planung ist der NFB Sportausschuss zuständig. Zu Saisonanfang wird der Lehrgangsplan vom NFB Sportausschuss verbindlich festgelegt und den Vereinen zur Kenntnis gebracht. Die Durchführung liegt in den Händen des leitenden Landestrainers.

4.1.3 Schüler-Fördergruppe

Altersbegrenzung: Kaderstärke:

Auswahlkriterium:

mittlerer und jüngerer Schüler-Jahrgang bei Berufung
Das erste Drittel der jeweiligen Waffen-Landesrangliste, jedoch maximal 12 pro Waffe.

die Rangfolge der Landesrangliste in der jeweiligen Waffe zum Berufungszeitpunkt (gleiche Kriterien, wie beim ehemaligen D1-Kader im Schülerbereich)